Social Software vs Massenmedien

Massenmedien dominieren seit Jahren den Informationsmarkt. Doch Social Softwaresysteme beginnen immer mehr an Wichtigkeit zu gewinnen. In folgendem Text werde ich Massenmedien und Social Software genauer analysieren. Ich werde von beiden Bereichen die Vorteile wie auch die Gefahren genauer aufzeigen. Die beiden Bereiche werden miteinander verglichen und die Unterschiede mit Vor- und Nachteilen aufgezeigt. Wie unterscheiden sich Massenmedien von Social Softwaresystemen und wohin bewegen wir uns in unserer Zukunft? Wo können wir als Interaction-Designer mitgestalten und was für neue Türen öffnen sich da für uns?

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Die Theoriearbeit entstand im Modul Medien und Gesellschaft bei Prof. Dr. Gerhard M. Buurman im 4.Semester im Studiengang Interaction Design.

Perspektive der Mensch-Maschine-Interaktion

Was sind die Perspektiven der Mensch-Maschine Interaktion und wie wird sie unser Leben in der Zukunft verändern? Ist diese Entwicklung gut für uns oder wird Sie uns immer mehr einschränken?

Heute schon leben wir in der Zukunft. Nehmen wir als Beispiel die Cumuluspunkte der Migros. Was einem auf den ersten Blick wie ein verlockendes Angebot daher kommt, ist in Wirklichkeit ein komplexes System welche die Kaufgewohnheiten der einzelnen Kunden analysiert und jeweils den Kunden nur gezielt Werbung zusendet(1). Personen welche zum Beispiel Hundefutter kaufen, bekommen über die Werbekanäle der Migros (Migros Zeitung) Werbung für Haustierprodukte(2). Dies mag auf den ersten Blick als logisch, umweltbewusst und Kundenfreundlich erscheinen, doch wie stark greift dies in unsere Privatsphäre ein? Von offizieller Seite der Migros wird kommuniziert das wir gläserne Kunde sind und nur Haushalt erfasst werden(3).
Ob wir wollen oder nicht, wir kommunizieren den ganzen Tag mit Maschinen. Jedes Mal wenn wir irgendwo unsere Kundenkarte oder Kreditkarte benutzen werden Daten gespeichert und ausgewertet. Die klassische Kommunikation wird sich je länger je mehr verschieben. Wir übermitteln Informationen ohne dass wir dies realisieren. Was früher neben dem Verbalen über Gesten, Aussehen und Verhalten übermittelt wurde, wird heute als elektronische Daten, Kaufverhalten oder Angewohnheiten mitgeliefert.
Ich denke die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion wird sich so verändern, dass wir diese nicht mehr bewusst wahrnehmen. Alles wird auf den jeweiligen Benutzer angepasst, Massenprodukte werden individuell gestaltet, der Benutzer muss sich nicht mehr um die Technik kümmern den diese ist einfach da und funktioniert.

Emergenz anhand der Cumuluspunkte.
Als vor mehr als 10 Jahren die Cumuluspunkte eingeführt wurde hätte sich wohl niemand träumen lassen, welche Welle dies nach sich ziehen wird. Über 2.5Milionen Cumuluspunkte-Konten sind registriert(4). Die Lebens und Einkaufsgewohnheiten haben sich durch die Erfindung des Bonussystems verändert. An Tagen an welchen mehr Cumuluspunkte vergeben werden sind die Migros Einkaufszentren voller als sonst, Kunden ziehen automatisch die Karte hervor und versuchen möglichst viele Punkte zu ergattern. In meinem Bekanntenkreis leben Personen welche mit grösseren Einkäufen warten, viele Kilometer mit dem Auto fahren um an spezial Tagen die 10fache Menge an Cumuluspunkten zu erhalten. Eine solche Begeisterung für ein System welches tief in die Privatsphäre schaut ist von aussen betrachtet wohl kaum erklärbar.
Eine Annäherung für die Ursachen dieses Phänomens könnte wie folgt begründet werden. Zum einen wird man bei jedem Einkauf nach einer Cumuluskarte gefragt, was eine Art Normalität der Bonuskarte im Unterbewusstsein anlegt, zum Andern wird mit gezielter Werbung von Bonusaktionen, welche auf den jeweiligen Benutzer abgestimmt worden sind, dieser direkt angesprochen. Auch der Bonus welcher wie Geld verwendet werden kann und eine Art Gutschein darstellt wird oft als Hauptgrund verwendet wieso man Cumuluspunkte sammelt. Noch vor 20 Jahren hätten eine solche Aktion wohl die wenigsten so intensiv Unterstützt wie dies heute der Fall ist.
Das Kaufverhalten hat sich meiner Meinung nach komplett geändert seit der Einführung der Bonuskarten. Ob dies gut für unsere Zukunft ist oder ob wir dieses System bald nicht mehr unter Kontrolle haben wird sich zeigen.

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1) PDF Dokumment zum Thema der gläserne Kunde –
http://www.ta-swiss.ch/a/doku_chro/2000_TA38_glaesernerKunde_d.pdf
Abrufdatum 27.09.07

2) Gespräch mit meiner Mutter welche in der Druckerei der Migros Zeitung arbeitet und der offiziellen Migros Webseite
http://www.migros.ch/DE/M-CUMULUS/Ueber_mcumulus
/Haeufige_Fragen/Seiten/Adressen.aspx
Abrufdatum 27.09.07

3) Offizielle Migros Webseite
http://www.migros.ch/DE/M-CUMULUS/Ueber_mcumulus/
Haeufige_Fragen/Seiten/Glaeserne_Kunden.aspx
Abrufdatum 27.09.07

4) Offizielle Migros Webseite
http://www.migros.ch/DE/M-CUMULUS/Ueber_mcumulus/
Haeufige_Fragen/Seiten/Zahlen.aspx
Abrufdatum 27.09.07

Theorie / Konzeption I – Interaktion/Technologie

Die Kursausschreibung lautet wie folgt:

Interaktion als gestalterische Dimension soziotechnischer Systeme

Ein soziotechnisches System ist die strukturierte Menge von Individuen und Technologien zur Erreichung eines definierten Zieles. Fragen der Interaktion rücken an den Schnittstellen [kognitive, emotionale, haptische, akustische Berührungspunkte] von Menschen und Technik in den Mittelpunkt sowie die Wirkung der Dinge im individuellen und gesellschaftlichen Kontext. Für die Arbeit als DesignerIn ist es vorteilhaft, auch einen systemischen Zugang zu unserer technisierten Welt zu entwickeln.
Die Studierenden erwerben sich das begriffliche Grundwissen für das Verstehen soziotechnischer Systeme. Untersucht werden Entstehungs- und Transformationsgeschichte[n], Merkmale, Charakteristika und Ausprägungen solcher Systeme. Aktuelle und historische Quellen zu der Thematik werden vorgestellt, diskutiert und von den TeilnehmerInnen bearbeitet.
Die TeilnehmerInnen entwickeln einfache Schematas zur Charakterisierung und Darstellung soziotechnischer System und deren designrelevante Aspekte. Die Ergebnisse werden im Plenum vorgestellt und erläutert. (Quelle https://evento.zhdk.ch)

Meine erste Arbeit zu diesem Thema ist folgende

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Objektbeschreibung

Auf mein mobiles Speichermedium (SanDisk Cruzer® Micro 4GB) bezogen bedeutet Semantik Technik, Fortschritt, Luxus und Bequemheit.
Will man der SanDisk Webseite glauben, ist es sehr einfach wichtige Daten zu transportieren oder kann über das integrierte U3 System Programme überallhin mitnehmen. (1)

Für jemand der aber noch nie in seinem Leben ein solches Gerät gesehen hat wird das kleine weisse Plastikding aber auch viele Fragen aufwerfen und höchstens als Schmuckstück wieder erkannt werden. Auf das Design bezogen ist der USB-Speicher ein elegant gestalteter Gegenstand, kann aber vom weniger versierten Benutzer nicht auf seine Funktion erkannt werden was auch gegen das Design spricht. Der kleine Datenspeicher ist ein modisches Accessoire welche seine Funktion und sein Können nicht gleich auf den ersten Blick Preis gibt. Mit dem Umhängband will man wahrscheinlich aufzeigen, dass das Teil speziell für den mobilen Einsatz konstruiert worden ist, auch wenn das Band wohl von den wenigsten genutzt wird. Die integrierte Leuchtdiode welche eingebaut ist zeigt nur an, ob der Stick gerade verwendet wird und hat ansonsten keine weitere Funktion.

Da das Aussehen des USB-Stick anders ist als bei den meisten seiner Mitbewerber(2), hebt dieser sich aus der Masse ab. Die typische Einzug Funktion des USB Verbindungsstücks macht den USB-Speicher einzigartig und war auch für mich der Entscheidende Grund wieso ich mich für dieses Produkt entschieden habe. Die vermeidliche Sicherheit, welche Garantieren soll das die Funktion auch noch nach einem Sturz möglich ist, wird durch diesen Effekt verstärkt.

Die Pragmatik des SanDisk Speichermediums wird in Bezug gebracht mit Speichern, Datentransport, Mobilität, Datensicherheit und oftmals auch mit der Funktion eines Schlüsselanhängers. Ein Problem welche die meisten USB Sticks aber haben, ist das diese nicht ohne eine weitere Komponente gebraucht werden können. Der mobile Speicher kann ohne Computer oder ähnliche Geräte nicht funktionieren. Der USB Anschluss bietet nur die Schnittstelle zwischen dem Speichermedium und dem Computer.

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(1)Scandisk Webseite
http://www.sandisk.com/Products/Catalog(1168)-
SanDisk_Cruzer_Micro_USB_Flash_Drive.aspx (Stand 23.9.2007)
(2) Auf www.digitec.ch gibt es kein anderes Model das diese Funktion hat (Stand 23.9.2007)

Der zweite Tag

Am Montag wurde uns gesagt, dass wir uns am nächsten Tag um 09.00 im Zimmer SQ503 eintreffen sollen. Als ich am Montagabend dann den online Stundenplan anschaute merkte ich, dass dort 08.00 steht. Um auf Nummer sicher zu gehen war ich dann um 8 in der Schule und hatte genügend Zeit um mit Alain einen Café trinken zu gehen.

Doch auch um 9Uhr tauchte ausser uns Studenten niemand auf. Deshalb beschlossen wir uns runter in die IAD Abteilung zu gehen wo wir dann im Raum SQ5 auf unsere Dozenten trafen.

Der Morgen begann eigentlich recht locker, wir bekamen eine Email und mussten einen Text durchlesen und werden dazu auch einen kurzen Text erfassen. Den Text würde ich nicht als allzu leicht einstufen aber sicher auf dem Niveau der BMS Texte.

Am späteren Nachmittag ging es dann noch mit einer kurzen Vorstellungsrunde los.

Wir sind 13 Leute in unserer Klasse inkl. eine junge Dame. :)

Ich bin gespannt welche Herausforderungen mir das Studium bringen wird.